Die Bactiquant®-surface Methode

Analyseprinzip

Das Prinzip der Bactiquant®-Analyse basiert auf der Quantifizierung der Aktivität eines Enzyms, das in Bakterien zu finden ist, durch Fluoreszenztechnik.
Die Aktivität wird mit Hilfe eines Substrats, das beim Abbau einen fluoreszierenden Stoff freisetzt (Fluorophor), nachgewiesen und mit einem Mycometer®-Fluorometer gemessen.

Das synthetische   Substrat  gibt beim Abbau  einen  fluoreszierenden  Stoff frei ( Fluorophor ) welcher mit einem Mycometer® Fluorometer nachgewiesen werden kann.

 

 

ABB 1: Das synthetische Substrat gibt beim Abbau einen fluoreszierenden Stoff frei ( Fluorophor ) welcher mit einem Mycometer® Fluorometer nachgewiesen werden kann

 

 

 

ABB  2: Das Fluoreszenzsignal    ist proportional   zur Menge  der Bakterien  (Biomasse)   welche durch  Kultivierung   nachgewiesen   werden.

 

 

Einsatzbereiche
Bactiquant- surface Anwendungsbereiche sind unter anderem:

  • Einleitende diagnostische Untersuchungen.
  • Lokalisierung von bakteriellem Befall.
  • Quantifizierung von bakteriellem Befall.
  • Schadenabgrenzung nach Wasser- oder Abwasserschäden.
  • Sanierungskontrollen

 

Bakterien im Gebäude

Bakterien kommen überall vor, bei Menschen und Tieren, in Lebensmitteln,  im Wasser, in der Luft und auf organischen - und nicht organischen Oberflächen.
Bakterien in Gebäuden sind unvermeidbar und in allen Gebäuden ist ein gewisses Hintergrundniveau an Bakterien zu erwarten.
In der Regel hat dieses Hintergrundniveau an Bakterien keine gesundheitlichen Belastungen der Gebäudenutzer zur Folge.
In manchen Fällen kann jedoch ein erhöhtes Vorkommen von Bakterien auftreten.
Bei einem Vorkommen von Bakterien weit über dem normal zu erwartenden Hintergrundniveau kann eine gesundheitliche Belastung der Gebäudenutzer nicht ausgeschlossen werden.
Ein erhöhtes Niveau an Bakterien in Gebäuden kann unter anderem folgende Ursachen haben:

  • Wachstum von Bakterien in Gebäuden:

Auf Bauteilen oder Oberflächen, die über einen längeren Zeitraum sehr feucht sind, können Bakterien wachsen und unter gewissen Umständen das Raumklima belasten und eventuell gesundheitliche Einschränkungen bei den Gebäudenutzern auslösen. Diese Feuchtigkeitsschäden  können zum Beispiel auf Grund von Grund-feuchte, Undichtigkeiten oder Leckagen entstehen.

  • Eindringen von Bakterien in Gebäuden:

Durch Überschwemmung oder durch Abwasserschäden  können große Mengen von Bakterien in Gebäude eindringen.
Bei Überschwemmungen, zum Beispiel nach Wolkenbrüchen oder bei Leckagen in Abwasserleitungen, kann mit Bakterien verunreinigtes Abwasser Gebäude kontaminieren.
Diese Kontamination kommt primär auf horizontalen Oberflächen vor.

Bakterienwachstum auf Grund von Feuchtigkeitsschäden ist im Verhältnis zu Schimmelpilzwachstum ein weniger verbreitetes Problem.
Bakterien benötigen permanent viel Feuchtigkeit, um wachsen zu können.
Oft variiert der Grad des Feuchtigkeitsschadens oder die Feuchtigkeit nimmt ab und es kommt zu Wachstum von Schimmelpilz.
Aus diesem Grund bekommen Bakterien oft nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie Schimmelpilze und bakterielle Schäden werden häufig falsch eingeschätzt.

Gesundheitliche Aspekte:

Es gilt als allgemein bekannt, dass Bakterien in Innenräumen gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen können.
Dabei spielen sowohl die Arten als auch die Mengen der Bakterien eine Rolle.
Kontakt mit verunreinigtem Wasser kann Krankheiten und Infektionen durch krankheitserregende Bakterienarten hervorrufen.
Eine große Menge von Bakterien kann zu einer hohen Konzentration von biogenen Schadstoffen (Endotoxinen) im Raumklima führen.

Traditionell angewandte Messmethoden

Kultivierung:

•Verdünnungsuntersuchung von Hausstaub
• Verdünnungsuntersuchung von Materialproben
• Abklatschplatten
• Ausstrich-platten

Mikroskopie:

  • Materialmikroskopie
  • Klebstreifenmikroskopie

Molekularbiologie:

  • ATP
  • PCR

Gesundheitliche Aspekte:

Es gilt als allgemein bekannt, dass Bakterien in Innenräumen gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen können.
Dabei spielen sowohl die Arten als auch die Mengen der Bakterien eine Rolle.
Kontakt mit verunreinigtem Wasser kann Krankheiten und Infektionen durch krankheitserregende Bakterienarten hervorrufen.
Eine große Menge von Bakterien kann zu einer hohen Konzentration von biogenen Schadstoffen (Endotoxinen) im Raumklima führen.

Infektionen : 

Die Amerikanische Umweltbehörde (US-EPA) hat eine Liste mit krankheitserregenden Bakterien veröffentlicht.
Einige der aufgelisteten Krankheiten kommen nur selten bis gar nicht in Europa, jedoch im außereuropäischen Ausland vor.

Bakterien Krankheiten
Vibrio Cholera Cholera
Salmonella Typhi Typhus und andere Fiebererkrankungen
Salmonella sp Lebensmittelvergiftung
Shigella sp Bakterielle Ruhr
Campylobacter Gastrotenteritis-Magen-Darm-Entzündung
Campylobacter Gastrotenteritis-Magen-Darm-Entzündung
Proteus sp Durchfall
Schliffform sp Durchfall
E. coli 0157 Gastrotenteritis, Nierenversagen
Clostridium sp Botulismus
Pseudomonas sp Infektion
Tuberclebacilli Tuberkulose
Leptospira Leptospirose
Yersinia enterocolitica Gastrotenteritis

Endotoxine:
Gramnegative Bakterien enthalten hohe Konzentrationen toxischer Lipopolysaccharide (LPS).
Sie werden auch als Endotoxine bezeichnet, da diese erst beim Zerfall der bakteriellen Zellen freigesetzt werden (endo = innen).
Endotoxine sind luftgetragen.
Das Einatmen größerer Mengen von Endotoxinen kann Entzündungen,  Fieber, grippeähnliche Symptome, Husten, Kopfschmerz und Atemwegserkrankungen  hervorrufen vgl. Douwes et al. 2003).
Ist man über längere Zeiträume  Endotoxinen ausgesetzt, kann es zu erhöhtem Risiko von Atemwegsinfektionen, Asthma, chronischer Bronchitis und Pneumonitis ( entzündliche Veränderung der Lunge) kommen (vgl. Rylander 2002).
Eine kurzzeitige Belastung durch Endotoxine von mehr als 45eu/m3 (Endotoxin Units = Einheiten) etwa am Arbeitsplatz kann eine Einschränkung der Lungenfunktion auslösen (vgl. ilton et al. 1996).
Eine moderat erhöhte Konzentration an Endotoxinen im Hausstaub wird in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko auf Atembeschwerden  bei Säuglingen gebracht (vgl. Park et al. 2001).

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